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Out&Proud im März 2019 | mit Fabio Huwyler

Out&Proud mit Fabio Huwyler und einem ZuGast mit Odette Hella’Grand sowie einem Beitrag zur ersten Vergabe des neuen Swiss LGBTI-Labels.

Unternehmen erstmals mit Swiss LGBTI-Label ausgezeichnet

Am 26. März wurde zum ersten Mal das Swiss LGBTI-Label an sieben Unternehmen und Organisationen vergeben. Das Label bestätigt eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber den LGBTI-Mitarbeitenden.

Que(e)rBeet im November | mit Alex Meier

Die Sendung im November mit einem Gespräch mit Tobias Kuhnert und Céline Baumann zum Ausgang der Abstimmung zur Selbstbestimmungsinitiative, Einblicken in das spannende Thema «Queere Natur» mit Céline Baumann, einer Vorschau auf den lesbischwulen Wintersport-Event «Arosa Gay Ski Week», einem Interview mit dem Mr. Gay Germany Finalisten Emir aus Lörrach sowie den QueerNews.

Launch des Swiss LGBTI-Labels für Inklusion & Diversity am Arbeitsplatz

Vor Medienvertreter*innen wurde heute im Rahmen der Pride-Woche im Volkshaus in Zürich offiziell das neue Swiss LGBTI-Label lanciert. Mit dem Gütesiegel sollen Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet werden, welche eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber LGBTI*-Mitarbeitenden leben.
Auch mehr als 10 Jahre nach Annahme des Partnerschaftsgesetzes ist für viele Arbeitnehmende in der Schweiz ein Outing am Arbeitsplatz noch nicht ohne Weiteres möglich. Dies zeigen die Ergebnisse von diversen Studien. Mit zusätzlichen Herausforderungen sind Trans*personen konfrontiert, wie Kevin Mächler anlässlich der Lancierung anhand seiner persönlichen Erfahrungen ausdrücklich schilderte.
Umso wichtiger ist es daher, dass Unternehmen sich für Diversität und Inklusion auch von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität einsetzen.
Das neue LGBTI-Label soll Unternehmen und Organisationen bei der Integration sowie der Selbstreflexion der Dimension sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität einer ganzheitlichen “Diversity Management”-Strategie unterstützen. Eine vielfältige, inkludierende Unternehmenskultur bietet nachweislich sowohl für Mitarbeitende als auch die Unternehmen einen Nutzen.
Gemeinsam mit den Dachorganisationen Pink Cross, LOS, Regenbogenfamilien und TGNS sowie in Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen und Organisationen, haben die Berufsnetzwerke Network und WyberNet das Swiss LGBTI-Label in den letzten zwei Jahren entwickelt. Die Vergabe des Labels erfolgt aufgrund eines umfassenden Fragebogens sowie einem Nachweis von konkreten Massnahmen in Form einzureichender Unterlagen und ist 3 Jahre gültig.
Weitere Informationen sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeitende sind auf der Website www.lgbti-label.ch zu finden.
In der GAYRADIO-Sendung vom 27. Mai hatte sich Alex ausführlich mit zwei Vertreter*innen aus dem Kernteam über das Swiss LGBTI-Label unterhalten.

Womanizer2go – Was Frauen wollen?

Wir schreiben das Jahr 2018. Ein Jahr, in welchem das Thema Sexualität und Lust, zumindest in der Schweiz, kein Tabuthema mehr ist. Und so oute ich mich als experimentierfreudig wenn es um die schönste Nebensache der Welt geht – Sex. Ich befinde mich in einem grossen Bekanntenkreis, in welchem das Thema Liebe und Sex nicht verschwiegen wird. Ich denke auch, dass es heutzutage einfach dazu gehört, darüber mit Freunden zu reden. So erlebe ich es zumindest unter meinen Freunden. Es war deswegen auch jede Freundin neidisch auf meine Kooperation mit Amorana, Toys zu testen. Ich darf mir monatlich drei Produkte aussuchen und über eines davon schreibe ich jeweils hier auf QueerUp.
Letzten Monat entschied ich mich neben einer Massagekerze und einem Gel, der mir einen intensiveren Orgasmus bescheren soll, auch für den unter den meisten Frauen bekannten Womanizer. Ich dachte mir jedoch, dass ich nicht den originalen Womanizer testen werde, sondern den, den frau einfach in der Handtasche mit sich rumtragen kann.
 
Meine Freundin und ich freuten uns aufs Testen und warteten gespannt darauf, bis der Akku des Liebestoys endlich vollgeladen war. Dies dauerte ein paar Stunden, doch die Leistung danach….. Huch.. Nun aber von vorne. Es wird vielerorts damit geworben, dass der Womanizer2go leise und diskret sei. Der Womanizer2go hat die Form eines überdimensionalen Lippenstiftes. Aber mir gefällt das Design ganz gut. Es gibt den mysteriösen und hoch angepriesenen Lippenstift in mehreren Farben. Wir entschieden uns für die weisse Variante. Packt frau den Womanizer2go aus, so fällt schnell auf, dass ein Loch oben beim «Stift» ist. Stellt frau ihn ein, dann fängt das Spassmittel an zu vibrieren UND: saugen! Das muss es wohl sein. Dieses Saugen.
 
 

Meine Freundin und ich dachten nicht lange nach und nahmen den Womanizer2go mit in unser Schlafzimmer. Ich muss dazu sagen, dass ich bereits eine kurze Bekanntschaft mit dem Womanizer meines Ferienbettes machen durfte, mir dieser jedoch überhaupt nicht zusagte und ich total verständnislos über die Begeisterung für dieses Saugding guckte. Also gab ich dem Womanizer2go nun eine Chance. Das Erste, was uns auffiel war, dass er einfach unglaublich laut brummt. Je höher frau die Stärkestufe einstellt, desto lauter wird der Lippenstift. DAS soll leise und diskret sein? Zum Glück fliesst hinter unserem Schlafzimmer ein Bach durch, sonst wären wohl die Bewohner des Nachbardorfes gekommen und hätten nachgeschaut, was denn wie ein Presslufthammer brummt. Trotzdem hatten wir ja eine Mission und setzten zum ersten Versuch an. Wortwörtlich, denn sobald man die Öffnung des Womanizer2go auf die Klitoris setzt, saugt sich diese an. Zuerst ist es ein ziemlich komisches Gefühl, wie ich finde. Doch dann ist es ehrlich gesagt seeeeehr angenehm. Und wisst ihr was? Das laute Brummen verschwindet. Es ist nur noch ein leises vibrieren zu vernehmen. Doch darauf kann frau sich spätestens ab Stufe 3 nicht mehr konzentrieren, weil dann geht es so richtig ab. Es saugt und vibriert. Und diese Mischung ist das Geheimnis. Der Womanizer2go kann beliebig verstellt werden. Frau muss jedoch ziemlich stark drücken, um die Stufe zu verstellen. Mir persönlich reicht die Stufe 3 mehr als genug aus. Doch eine Bekannte von mir schwört darauf, den Womanizer2go auf Stufe 5 und mit einem Dildo zusammen zu benutzen.
 
Und ich habe mir auch sagen lassen, dass ein Spiel mit dem Womanizer mit Oralverkehr zu vergleichen sei. Nein, definitiv nicht. Aber ich muss sagen, wir, meine Freundin und ich, haben ihn nun beide getestet und sind begeistert von diesem Lippenstift.
Für Frauen, welche die Stimulierung direkt auf der Klitoris mögen, ist es das perfekte Toy. Für mich persönlich bestimmt eine unglaublich tolle und seeehr angenehme Abwechslung im Bett, aber die 3 restlichen Stufen sind zu Hardcore. Doch jede wie sie mag.
Was ganz sicher eine gute Sache ist, frau kann ich unbemerkt mit in die Ferien nehmen. Ich persönlich habe es bisher nicht probiert, doch ich denke, es ist unauffälliger, einen Lippenstift im Handgepäck oder im Hotel auf dem Nachtisch stehen zu haben, als ein offensichtliches Sextoy.
Tipp von mir: Mit zu viel Feuchtigkeit rutscht der Womanizer weg. 😉 Deswegen: Kleenex griffbereit halten.
Wenn ihr mehr von meinen Erfahrungen mit Amorana wissen wollt, dann seid aufs Video gespannt, welches am 13. April 2018 um 12:00 auf dem Kanal von QueerUp online kommen wird.
Bis bald Leute!
DIESER BEITRAG IST IN KOOPERATION MIT WWW.AMORANA.CH ENTSTANDEN. (Die Äusserungen entsprechene jedoch zu 100% meiner persönlichen Meinung)

Nachgefragt: Essstörungen bei LGBT-Teenagern sehr weit verbreitet

„Über die Hälfte aller schwullesbischen und transgender Jugendlichen weisen Essstörungen auf: Dies die erschreckende Erkenntnis einer neuen Studie. Damit liegt das Risiko bei LGBT-Teenagern unter einer Essstörung zu leiden um das 11-fache höher als heterosexuelle Teenager. Auch die Suizidgefahr ist bei diesen Jugendlichen um ein Vielfaches höher…“
Quelle: gay.ch (veröffentlicht am 6. März 2018) 

Schön, gibt’s die Studie aus den USA und gut, dass diese Information (wieder) den Weg in die Schweiz findet und zum Denken im europäischen und Schweizer Kontext anregt.
Es ist nicht so, dass mich das Ergebnis freuen würde. Aber schaut euch mal die gesellschaftliche religiös-fundamentalistische Umgebung an, in den LGBTI-Menschen in den Staaten ohne New York und Kalifornien aufwachsen. Wundern kann das also nicht.
Das ist das eine.
Aber das andere muss sein:
Was tun wir jetzt mit diesen Erkenntnissen?
Ein wichtiger Teil der Gründe für Essensstörungen liegt in den psychischen Belastungen in der Kindheit vom Neugeborenen bis in die Pubertät und Jugendalter. Diese Belastungen kommen teils aus den Erwartungen der Eltern, ihrer Ablehnung oder „Unwertschätzung“ ihres Kindes und teils aus dem gesellschaftlichen (hetero-)normativen Druck vom Kindergarten bis Schulende oder darüber hinaus.
Bezogen auf LGBTI-Kinder (das ist kein Schreibfehler, wenn wir davon ausgehen, dass „Kinder so geboren werden“) stellt sich die folgende Frage:
Wann wissen heute die angehenden Eltern, dass sie bei der Geburt ihrer Kinder nicht “nur” mit Rothaarigen, Linkshändigen, Gross-oder Kleinwüchsigen und ev. mit (anderen) „Missbildungen“ (von Klumpfuss über … nein, aus Pietätsgründen führe ich die Aufzählung nicht weiter), sondern auch mit lesbisch, schwul, bisexuell, trans und intersexuell geborenen oder veranlagten Kindern rechnen müssen?
Dies zu vermitteln ist und bleibt die grosse Herausforderung.
Ob das mit dem Unterricht nach Lehrplan 21 dann in 15 – 25 Jahren wirklich bewältigt sein wird, werde ich persönlich wohl nicht mehr erfahren.
In der Zwischenzeit droht nochmals eine Generation von LGBTI-Kindern und jungen Menschen auf dem essensgestörten, suzidgefährdeten, homo-, trans- und interphoben Pflaster auf der Strecke zu bleiben oder wegen mangelnder Anerkennung ihres Seins an sich selbst leiden zu müssen.
„Gehauen oder gestochen“, hier liegt immer noch eine grosse Aufgabe vor den Schwulen- und Lesben-Dachverbänden und den regionalen Vereinen. Die Unterstützung der GLL und der ABQ (und ähnlichen Vereinen in der Romandie) mit ihren Auftritten und Sensibilisierungen in den Schulen sind lobenswert und gehören unterstützt. Wer aber bildet die Ausbildenden aus? Hier besteht ein grosser Nachholbedarf, der – wahrscheinlich auch gegen religiös-fundamentalistischen Widerstand – dringend abzubauen ist!
Und nur nebenbei: Dies wird auch dem Schweizer – und allen weltweiten – Gesundheitssystemen zu Gute kommen.
 
Max Krieg

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