Politik

Que(e)rBeet im Juli 2019 | mit Alex Meier

Die Sendung im Juli mit Anna Rosenwasser von der LOS, Ambra und Susanne von QueerAmnesty, Nationalrat Michael Töngi sowie mit Malcolm Elmiger von ‘Create Equality.

Que(e)rBeet im November | mit Alex Meier

Die Sendung im November mit einem Gespräch mit Tobias Kuhnert und Céline Baumann zum Ausgang der Abstimmung zur Selbstbestimmungsinitiative, Einblicken in das spannende Thema «Queere Natur» mit Céline Baumann, einer Vorschau auf den lesbischwulen Wintersport-Event «Arosa Gay Ski Week», einem Interview mit dem Mr. Gay Germany Finalisten Emir aus Lörrach sowie den QueerNews.

Es liegt was in der Luft…

Seit Mitte Dezember laufen zwei Postulate, beide den Eintrag eines dritten Geschlechts im Personenstandsregister betreffend, sowie eine Interpellation betreffend Kinderschutz, Statistiken und Informationen für das medizinische Personal und die Eltern in Bezug auf intersexuelle Personen. Am 14.2.18 hat der Bundesrat die beiden Postulate zur Annahme empfohlen. Gut so, ein Schritt in die richtige Richtung, aber…..
Wie stehen die Chancen in den Räten? Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Postulat von Rebecca Ruiz (SP) die grössere Chance hat. Es zielt direkt auf neugeborene Inter* Menschen während dasjenige von Sibel Arslan (Grüne) sich allgemein auf Personen bezieht, die sich nicht in das binäre Geschlechtssystem einordnen lassen oder einordnen lassen wollen, respektive die Frage aufwirft, wie es wohl wäre gänzlich auf Geschlechtseinträge zu verzichten. Sicher ist, beide Postulate werden die Genderdebatte so richtig anheizen, nicht nur in den Räten, auch in der Community und hoffentlich auch in der Gesellschaft.
Für die Inter* Community wäre ein neutraler Geschlechtseintrag bei Neugeborenen extrem wichtig. Der Druck von geschlechtsanpassenden Operationen um innerhalb von 72 Stunden einen Geschlechtseintrag in die Geburtsurkunde vornehmen zu können würde wegfallen, es sei denn die medizinische Fraktion würde plötzlich überall eine medizinische Notwendigkeit finden. Was aber wäre mir Inter* Menschen, bei denen nicht schon bei Geburt festgestellt wird, dass sie inter sind? Was mit Genderqueer/non-binary/Bigender/Agender/Pangender Menschen? Was mit Trans*, brauchen auch die einen neutralen Geschlechtseintrag?
Let’s face it, Trans ist in aller Munde, jeder Politiker kann das Wort zumindest buchstabieren. SRF widmete der Thematik unlängst eine ganze Woche. In der Community hat Trans, TGNS sei Dank, einen zumindest weitgehend etablierten Stellenwert. Inter wird erst langsam bekannter und alle Buchstaben jenseits von LGBT(I) sind bloss Insidern bekannt. Wie überfordert also sind Gesellschaft, Politik und auch Community mit all den Geschlechtsvariationen?
Wir erinnern uns an den SRF Club vom 30.1.18 ‚Das Geschlecht: eine Frage der Entscheidung‘, miserabel moderiert, den Eindruck vermittelnd, nur Transmenschen hätten ein Problem mit ihrem Geschlecht.
Die Pride in Bern, ohne Plattform für Inter* trotz entsprechender Anfrage.
Die Pride in Lugano, notabene Gay Pride genannt, die LGBT Community einladend und vergessend wie vielfältig der Regenbogen aber ist (Ja, ich weiss, im Text steht ‚Damit der Reichtum der Vielfalt allen bewusst wird‘).
Für Zündstoff ist gesorgt auf allen Ebenen und wir dürfen gespannt sein wie lange die Lunte brennt bis das Fass explodiert…
 

Out&Proud: Weihnachtsshow 2017 mit Fabio Huwyler und Gästen

Fabio und seine Gäste, Clausette La Trine, Mia Willener, Christoph Janser und Beat Scheidegger, diskutieren in lockerer Runde – und bei Cüpli und Snacks – über die vergangenen 12 Monate!

Jetzt oder nie: Denis Kläfiger will das «Ressort Politik» der Zurich Pride übernehmen

News sollten ja eigentlich neutral verfasst sein. Trotzdem kann der Schreiberling dieser Meldung seine Freude über eine Medienmitteilung von heute Vormittag nicht verbergen. Der Luzerner Denis Kläfiger will das «Ressort Politik» des Zurich Pride Festivals übernehmen – und damit den zurückgetretenen Alan David Sangines (SP) ersetzen.
In der übermittelten Medienmitteilung steht, dass Denis Kläfiger ein «Kämpfer der ersten Stunde für die Gleichstellung von Homosexuellen innerhalb der BDP» sei. Der Schreiberling dieses Textes ist sich sicher, dass der Luzerner trans* und inter* Menschen damit nicht «nur mitmeint». Jedenfalls macht sein Versprechen, eine «enge Zusammenarbeit» mit den LGBTQ-Organisationen zu suchen, dem «Vereinsmeier» und eben Schreiberling dieses Textes Freude. Denn: Das Zurich Pride Festival hat auch eine wichtige politische Aufgabe und gibt der LGBTQ-Community eine laute Stimme um Botschaften bis nach Bundesbern zu verbreiten.
Denis Kläfigers Mottovorschlag «NOW OR NEVER» für die Pride 2018 zeigt sein politisches Ziel: Die Öffnung der Zivilehe soll noch vor den Wahlen 2019 «vors Volk» gebracht werden. Alle Parteien und Politiker*innen müssten «Farbe bekennen» und nur die Mitstreiter*innen der Community an der Zurich Pride «eine Bühne» erhalten.
Jetzt muss Denis Kläfiger an der nächsten Mitgliederversammlung des Vereins Zurich Pride natürlich noch gewählt werden.

Engagiert, liberal, kämpferisch – und schwul

Heisst der neue Präsident der JBDP Schweiz schon bald Nico Planzer?

Die BDP Kanton Luzern schlägt Nico Planzer als Nachfolger der zurückgetretenen JBDP-Präsidentin Andrea Meier vor. Mit ihm würde die Partei national einen engagierten, liberalen und kämpferischen Streiter erhalten, der zudem der erste homosexuelle Präsident einer Jungpartei in der Geschichte der Schweiz wäre.
In einer Medienmitteilung bedauert die BDP Kanton Luzern den Rücktritt von Andrea Meier – ist aber gleichzeitig überzeugt, dass «dieser Verlust für die JBDP Schweiz auch eine grosse Chance sei». Die nationalen Wahlen 2015 hätten gezeigt, wie wichtig es sei, «kämpferische Persönlichkeiten, die sich für das Wohl des Ganzen einsetzten, eine Fläche zu bieten um dem Populismus von links bis rechts Einhalt zu gebieten». Dieses Potential habe die JBDP bisher noch zu wenig genutzt – und schlägt deshalb Nico Planzer als neuen Präsidenten der JBDP vor.
Die Erfahrungen und die politische Haltung von Nico Planzer würden der JBDP – wie auch der BDP – ein «schärferes Profil» bringen. Als schwuler Jungpolitiker würde er zudem die progressive und moderne Position der Partei bekräftigen und ein weiteres Zeichen für die LGBT-Community setzen.

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