Queeramnesty

Que(e)rBeet im Juli 2019 | mit Alex Meier

Die Sendung im Juli mit Anna Rosenwasser von der LOS, Ambra und Susanne von QueerAmnesty, Nationalrat Michael Töngi sowie mit Malcolm Elmiger von ‘Create Equality.

Que(e)rBeet im November | mit Alex Meier

Die Sendung im November mit einem Gespräch mit Tobias Kuhnert und Céline Baumann zum Ausgang der Abstimmung zur Selbstbestimmungsinitiative, Einblicken in das spannende Thema «Queere Natur» mit Céline Baumann, einer Vorschau auf den lesbischwulen Wintersport-Event «Arosa Gay Ski Week», einem Interview mit dem Mr. Gay Germany Finalisten Emir aus Lörrach sowie den QueerNews.

LGBT-Aktivistin wegen «homosexueller Propaganda» angeklagt

Stell dir vor: Du teilst im Facebook einen Post zum Thema «Regenbogenfamilien». Oder du teilst einen Artikel über die neuste Präventionskampagne «Securion». Dafür wirst du angeklagt und dir droht eine Geldstrafe.
Evdokia Romanova ist eine LGBT-Aktivistin aus Samara in Russland. Sie wurde am 26. Juli wegen «homosexueller Propaganda» angeklagt, weil sie im Internet die internationale Website der Jugendkoalition für sexuelle und reproduktive Rechte (YCSRR) sowie Artikel, die für die Gleichstellung von LGBT werben, geteilt hatte. Das Verfahren soll am 18. September beginnen. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Geldstrafe.
Die Prozessakte zeigt, dass Evdokia vermutlich wegen ihrer Mitgliedschaft in der Jugendkoalition YCSRR belangt wird. Die ihr zur Last gelegte «Straftat» besteht wohl darin, dass sie Links zur Website der YCSRR sowie zu weiteren Veröffentlichungen geteilt hat. Dazu gehört u.a. ein Artikel zur gleichgeschlechtlichen Heirat in Irland. Die Links hatte sie auf ihren persönlichen Profilen auf Facebook und dem russischen Netzwerk VK geteilt.
Als besonders «belastend» stuft die Polizei einen Link zu einer Veröffentlichung der YCSRR, die dazu aufruft, für LGBT-Rechte einzutreten. Das polizeieigene Zentrum für Extremismusprävention hat die Veröffentlichung sogar von zwei Expert*innen linguistisch und psychologisch untersuchen lassen. Beide Expert*innen kamen zu dem Schluss, dass die Veröffentlichung «Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen» enthielt.
Evdokia braucht jetzt auch deine Unterstützung! Unterschreibe hier die Petition von Queeramnesty – damit die Anklage fallengelassen wird.

Petition: «Besserer Schutz für ­LGBTI-Asylsuchende in der Schweiz»

Bei der Zürich Pride hat Queeramnesty (zusammen mit den Organisatoren und TGNS) eine Petition zum Besseren Schutz von lesbischen, schwulen, bi, trans* und inter* Asylsuchende in der Schweiz lanciert. Unterstütze uns mit deiner Unterschrift und teile die Petition.

Geflüchtete LGBTI-Menschen sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe von Asylsuchenden. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil sie dort ihr Leben nicht gemäss ihrer Geschlechtsidentität, ihren körperlichen Geschlechtsmerkmalen und/oder sexuellen Orientierung leben können – ohne schwerer Diskriminierung oder Gewalt ausgesetzt zu sein. Sie ersuchen deshalb die Schweiz um Schutz und Sicherheit im Rahmen eines Asylantrags.
Auch in den Schweizer Asylzentren verstecken viele von ihnen ihre sexuelle Orientierung, ihre köperlichen Geschlechtsmerkmale und/oder Geschlechtsidentität. Insbesondere trans* und inter* Menschen ist dies jedoch oft gar nicht möglich. LGBTI-Asylsuchende fürchten sich zu Recht vor Unverständnis, Ablehnung und erneuter Gewalt. Vielen fällt es schwer, über die erlebte Gewalt und Diskriminierung gegenüber einer Behörde zu sprechen, insbesondere, wenn es sich um sexuelle Gewalt handelt.
Die Petition richtet sich an das Staatssekretariat für Migration und fordert, dafür zu sorgen, dass lesbische, schwule, bi, trans* und inter* Asylsuchende im gesamten Asylprozess sicher untergebracht und effektiv vor Diskriminierungen geschützt werden.
>zur Petition

Pride in Zürich: Sicherheit für LGBT-Flüchtlinge

Rund 19’000 Menschen gingen am Zurich Pride Demonstrationsumzug unter dem Motto «No Fear To Be You – Sicherheit für LGBT-Flüchtlinge» auf die Strasse.  Bei strahlenden Sonnenschein marschierten 14’000 Menschen beim Umzug mit, weitere 5000 Menschen verfolgten die Parade vom Strassenrand aus. Eine sehr erfreuliche Bilanz: Die Teilnehmerzahl erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 7000 Personen. 

Love is Love is Love is Love is Love! (Foto: Fabio Huwyler)


Die Eröffnungsrede von FDP-Nationalrätin Christa Markwalder Zuvor hatten die vier nationalen Dachorganisationen (Regenbogenfamilien, Pink Cross, LOS, TGNS und FELS) die Anwesenden begrüsst; Queeramnesty und TGNS hatten Geschichten von LGBT-Geflüchteten vorgelesen.

Neue Demonstrationsroute hat sich bewährt

Der Umzug setzte sich um 14 Uhr vom Münsterhof Richtung Helvetiaplatz in Bewegung. Die zahlreichen Wagen und Fussgruppen verschiedener Vereine, Organisationen und Institutionen aus der LGBT-Community präsentierten sich den zahlreichen Besucher*innen und forderten absolute Gleichstellung. Die Parade verlief friedlich.

Forderung nach sexueller Identität und Orientierung als Fluchtgrund

Nach der Demonstration ging das Programm auf dem Kasernenareal beim Zurich Pride Festival weiter. Es hielten der Zürcher Gemeinderatspräsident Peter Küng (SP), die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP), der geflüchtete Homosexuelle Viktor aus Kirgistan und die Basler Nationalrätin Sibel Arslan (BastA) flammende Voten für die rechtliche Sicherheit von LGBT-Flüchtlingen und ernteten für ihre entschlossenen Forderungen tosenden Applaus. Viktor erzählte, wie er in Kirgistan von der Polizei aufgrund seiner sexuellen Orientierung schwer misshandelt wurde. «Mein einziger Wunsch ist es, in der Schweiz Schutz zu bekommen», sagte er mit bebender Stimme. Peter Küng forderte entschlossen, «dass kein Mensch in ein Land zurückgeschafft werden darf, in dem er oder sie wegen seiner Identität oder Sexualität von Gesetzes wegen eine Gefahr befürchten muss». Auch Jacqueline Fehr ist sich sicher: «Es ist unsere Pflicht, Menschen Zuflucht zu gewähren, die vor einer Gesellschaft fliehen, wie auch wir in Europa sie noch vor einigen Jahrzehnten gekannt haben». Sibel Arslan verglich die Zurich Pride mit den Zuständen in Istanbul, wo eine Pride gewaltsam aufgelöst wurde. Sie machte den Menschen Mut, weiterhin für ihre Rechte auf die Strasse zu gehen und nahm die Forderungen der Zurich Pride entschlossen auf. «Ich habe eure Forderungen gehört und werde sie in Bern einbringen», rief sie einer tosend applaudierenden Menge zu.

Wie es uns gefällt | mit Jazzmin Dian Moore und SimiiLila

Diesmal:

  • LGBTIQ News From Around The World
  • LGBTIQ History: Friedrich Alfred Krupp
  • (NEU) Saturday Night L-Talk Live by SimiiLila
  • Interview mit David Reichlin über Zürich Pride Festival 2017 – No Fear To Be You
  • Live mit uns im Studio: Regula Ott und Tobias Mader von Queeramnesty Schweiz
  • Veranstaltungshinweise

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